Archiv für den Monat: Februar 2015

Von wegen!

Angeblich gibt es “zu” – oder zumindest “ganz schön viele Hunde” in unserer Dorfgroßstadt, aber fragt man eine Expertin wie mich, verneine ich das vehement! Meiner eigenen, beinahe zweimonatigen Studie zufolge, gibt es kaum mehr Hunde als wie ich persönlich gut kenne oder nicht wenigstens schon mal sah! Wenn ich einmal pro Woche einen “Neuen” entdecke, ist dies zwar unerhört und unglaublich zugleich, aber eben auch der ultimative Beweis für eine rein mediale Panikmache! Will ich einen mir fremden (also niegel-nagel-neuen) Hund sehen, muss ich ziemlich lang AUSSCHAU nach ihm halten und Frau Chen, für diese meine Ausdauer beim Schauen, eine Menge Zeit haben!
Ausschau
Allerdings triff diese Umweltstudie nicht auf Menschen zu! Die triffst du nicht nur an jeder Ecke und zu jeder Zeit – nein, die triffst du praktisch ständig frisch und ÜBERALL an! HÜLFE!
Hilfe
Wann und wohin auch immer ich Frau Chen folgen muss, ständig läuft da draussen ein neuer Mensch herum! Manche stehen auch plötzlich einfach nur irgendwo da, während andere sich mit unlauteren Mitteln auf zwei bis vier Rädern fortbewegen und ich weiß ganz genau: die habe ich zuvor noch nie gesehen, schon gleich gar nicht an dieser Stelle oder einem ähnlichem Ort! Der Mensch vermehrt sich dem zur Folge in unglaublicher Geschwindigkeit und es kann tatsächlich nur von Überbevölkerung die Rede sein! Um also unsere hündischen Rechte auf Intimsphäre durchzusetzen, sowie uns ein gewisses Maß an unkontrolliertem Freiraum zu schaffen, könnte ich uns folgende Maßnahme empfehlen: eine menschbefreite Sperrzone
Bauband
Dort wo ich euch, meine lieben Kameraden, nicht beispielhaft zur Seite stehen und zur Hilfe eilen kann, empfehle ich Eigeninitiativen zu ergreifen! Ideen hätte ich da viele, aber sicher kommt es bei Betroffenen auch auf Körpergröße, Masse und Klasse an. Sich durchweg immer gefährlich aufzuführen, könnte eure Dosenöffner zur Meidung von menschlichen Artgenossen verführen. Im schlimmsten Fall jedoch, kommt ihr nur noch zu nächtlichen Spaziergängen raus oder zu einem so genannten Profidresseur…
Es gibt aber ein paar Orte, wo ihr unerreichbar und sicher vor Zweibeinern seid:
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Welche Möglichkeiten auch immer auf euch im Einzelnen zutreffend sind…

– vergesst nie wer euch auf die Sprünge half!

Pegida beweist: Jede Herde braucht einen Führer Spinner, dem sie trotz schlechtem Führungszeugnis und minimalstem Intellekt kollegial folgen dürfen! Einen, der seine Ideen so “verkauft”, das spätestens nach eineinhalb Tagen verbalen Austauschs untereinander,
ein Jeder diese für die eigenen hält :) FOLGET MEINEM BEISPIEL ALSO AB ÜBERMORGEN!

Eure Martini Luther King

*dieses Martinifest nagle ich morgen an die Frauenkirche – unterschreibt mit drüber pinkeln*

Senf

soll ich gefälligst schön für mich behalten! Der interessiert hier angeblich niemanden! Allerdings bin ich der festen Überzeugung, dürfte ich ihn täglich Löffelchen weise auf das Linoleum schmieren, wäre das Leben in dieser Hundehütte würziger! Statt dessen muss ich mich einfügen, unterordnen und langsam an leiser langer Weile sterben! Ich wachse nun wirklich nicht gerade unauffällig, aber mein Erbsenhirn    verdummt :(

Theoretisch könnte ich Leben retten und Bücher schreiben lassen, Astronaut oder Fernsehstar werden…

Praktisch darf ich NICHTS!

Und wenn wir schon beim Thema sind:
Wieso heiße ich eigentlich nicht BONES?

Eure Knochenjägerin Martini

Trümmerfrau

IMG_3357 Zufällig bin ich wohl eine geborene Trümmerfrau und selbst Die Einstein staunte sehr :o
IMG_3172  Weil Steinchen sich das nicht selbstständig zutraute und ich ihr “Selbstbewusstsein” 
IMG_3365 etwas aufpeppen wollte, versuchte ich ihren druntert Kilos kräftig behilflich zu sein…
IMG_3366  …und büßte dabei um ein knappes Haar, beinahe mein zuckersüsses Näschen ein!IMG_3261 Wenn wundert`s da eigentlich noch, wenn ich sie selbst in der Fläche abseilen muss?!IMG_3164 Steini taugt eben ohne mich zu nix und neben mir nur zum Klappe geschlossen halten ;-)IMG_3373 Trümmer & Fläche kann ich sogar in Kombination, aber durchatmen muss man dürfen!IMG_3155 Ps.: euch die Richtung zeigen kann ich auch! Nun seid ich total beeindruckt, stimmt`s?

 

 

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Es grüßt eine hochbegabte Martini :)

Freitag, der 13.

…Februar und ich habe Schlüpftag (ja, ohne e/r)!
Das sei wie Geburtstag – nur viel weniger wert – denn
noch gratuliert man mir 1x wöchentlich jeden Freitag!
Es ist angeblich leichter eine so kurze Zeitspanne, als b.w. 12 Monate insgesamt und hintereinanderweg zu überleben….
“Kind, du bist nächste Woche VIER Monate alt!” – spricht`s und will prompt knutschen! Das entspräche zwar genau 16 Wochen – stellt die Langhaarige weiter fest in den uninteressierten Raum – statt jedoch erst 112, hätte ich dann bereits 115 Tage lang die Weltherrschaft über knapp 68qm beheizter und ein paar 100m Umweltwettereinflußfläche!
Ich will nicht knutschkuscheln, denn ich bin jetzt schließlich e(h)rwachsen!

Ab HEUTE zieht SIE andere Seiten auf (bestimmt weil ich nicht knutscheln wollte) und mit dem schönen Leben wäre es nun vorbei – sinniert die Olle weiter!

Als Erstes solle ich endlich mal mein Kinderzimmer aufräumen (gemeint ist ein Hundebett von 100x60cm Wohnraumfläche) und die ungezählten Leichenteile (meine allerheiligsten hundert Markknochen!!!) vom Linoleum entfernen!

Ich tue was ich bei solcherlei Ansprachen immer tue:
fein da sitzen und mit feuchten Kulleraugen aufmerksam zuhören – während ich im Geiste alle Dinge aufliste, welche Frau Chen selbst und ständig endlich mal tun sollte, weil es längst überfällig ist:

– mir Fressen geben!

– mir zu Fressen geben!!

– mir was zum Fressen geben!!!

Es wird Zeit das ich andere Seiten aufziehe, die Kulleraugen trocken und das Linoleum unter Wasser lege, während sie endlich mal meine anderen 25 Leichenteile unter diversen Schränken hervorzaubern könnte, an die ich bereits seit Monden nicht mehr heran komme

Schlüpftage sind öde!
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eure trockene Martini

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Der Hofhund

…sollte morgens einfach dringend pullern müssen und das auch einfach schnell tun, weil die Langhaarige schließlich nur im Leibchen steckend, bibbernd in der Haustür steht und hofft, von keinem Nachbarn so gesehen zu werden! Doch was sind schon 10 Stunden Nachtruhe und eine volle Blase, wenn der Hof schlechte Laune hat?
Die Laune des Hofes ist stündlich anders und muss dementsprechend oft überprüft werden, bevor ein Martini den Schutz des Türrahmens aufgibt!
Einer 5m Flexileine ist es dann auf der 2. Runde – also die, bei der es um ein “Häufchen” gehen soll – zu verdanken, dass sich wenigstens die Langhaarige ein bissl im Kreis bewegt, bevor ihr erneut die Kälte (dieses Mal unter eine dem Umfeld angepasstere, aber äusserst hässliche Jogginghose und Schlumperjacke) in die alten Knochen kriechen kann.
Ja, wenn der Hof schlecht gelaunt ist, dauert der knapp 10m Weg zum Scheiß-Lieblingsplatz schon Mal gut und gerne 30 Minuten und wird durch diverse Sitzstreiks geplättet…
Ps.: Liebe Hofbevölkerung, je netter ihr seid, desto gefährlicher seid ihr in Wahrheit! Die Langhaarige ist da absolut meiner Meinung und ihr könnt aufhören so zu tun, als wäre ich ein dummer kleiner Hundezwerg!

Martini